Werner Koczwara
Werner Koczwara

Rüdiger Hoffmann

Das neue Comedy-Programm obwohl... am 18.10.2009 19h

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Die KäS e.V.

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Willkommen in der KäS

Lieber Leser dieses Editorials!

Als Besucher der KÄS unterstelle ich Ihnen: Sie sind am deutschen Humor interessiert. Und folgerichtig haben Sie es daher bemerkt: Der deutsche Humor hatte in den vergangenen 35 Jahren zwei schwere Schläge zu verkraften: Nämlich den Tod von Heinz Erhard und die Geburt von Mario Barth.

Ich bekenne offen: Seitdem Humorzwerg Mario Barth die deutschen Fußballstadien füllt, mache ich mir Sorgen. Sorgen um das Niveau des deutschen Fußballs! Kann man den Besuchern eines deutschen Fußballstadions mittlerweile wirklich das allertiefste Niveau anbieten?

Aber mit dem deutschen Humor war es schon immer etwas kompliziert. Denn der komischste Deutsche war bis zu seinem Tod Amerikaner, nämlich Billy Wilder. Und der war Österreicher. Dies zeigt: Der deutsche Humor ist schwierig. Bei der Einteilung in guten und schlechten Humor folgt der deutsche Komiker daher folgender Devise: Wenn viel gelacht wird, ist es guter Humor. Wenn nicht gelacht wird, ist das Publikum doof.

Damit nun zu Dir, liebes KÄS-Publikum. Das Publikum in der KÄS ist auf seltsame Weise einen gewaltigen Tick gutgelaunter als anderswo. An den leisen Stellen sind die Zuschauer aufmerksam, doch gibt man dem Affen Zucker, dann schreien sie wie ein Esel beim Orgasmus. Das ist schön.

Und dergleichen erlebt man nur im Kabarett. Während das Fernsehen den deutschen Humor mit jedem neuen Format ein Stück weiter Richtung Friedhof trägt, ist er auf den Kabarettbühnen quicklebendig. Ich verfüge hier über sehr einschlägige Erfahrungen. Denn mein Programm „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“ läuft zu meiner großen Freude jeden Monat hier vor einem regelmäßigen begeisterten Publikum. Kommen Sie doch mal vorbei und freuen Sie sich mit! Und wenn wir schon beim Thema Eigenwerbung sind: Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse ist mein satirischer Sprachführer fertig geworden „Italienisch für Touristen, die ihre Reisegruppe verloren haben“. Da haben Sie immer etwas Heiteres zur Hand, falls es Ihnen mal langweilig wird. Zum Beispiel im Fußballstadion.

Bis demnächst!

Werner Koczwara

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